Mittwoch, 13. Juni 2012

Das erste Semester geht zu Ende...


Liebe Freunde,


hier nun wieder ein Update aus „Down Under“! Bevor ich loslege, natürlich erstmal wieder vielen Dank für eure Unterstützung, sei es im Gebet oder durch eure Spenden. Beides kommt hier an und ich kann es sehr gut gebrauchen :-) Vielen Dank!


Los geht’s: Die letzten Wochen waren „ganz normaler“ College-Alltag, unterbrochen von einer Woche Urlaub (Yeah!). Daher gibt es viel aus dem College-Leben zu berichten… Das Semester neigt sich nun dem Ende zu, was sich vor allen Dingen in einer Vielzahl von Deadlines für Prüfungsleistungen bemerkbar macht, darunter eine Mini-Studie in „Altes Testament“ und 2 Auftritte im Rahmen der „Worship Band“. Die AT-Studie hab ich zum Thema „David“ gemacht und mich etwas eingehender mit seinem Leben und Wirken beschäftigt. Die 2 Auftritte bestanden im Wesentlichen aus einem 25-Minuten Worshipset (also Songs der Hillsong-Gemeinde). War sehr cool, wieder mit anderen zu spielen! Auf dem Bild seht ihr meine komplette Klasse inkl. Unserem Lehrer Bob (aus Simbawe). Die Bühne, auf der wir sitzen, ist historisch ;-) Bevor das richtig große Gebäude gebaut wurde, wurden hier die Gottesdienste der Hilsong-Church abgehalten.

Abgesehen von den Prüfungsleistungen ging das College-Leben aber normal weiter. Bei den donnerstäglichen Musikteam-Treffen habe ich zweimal Gitarre spielen können – und damit auch die ersten beiden Male „richtig“ auf einer Hillsong-Bühne. Habe mich sehr gefreut! J Eine weitere Ehre war, im 17 Uhr Gottesdienst (der Gottesdienst) Fotos schießen zu dürfen, d.h. Backstage-Zugang, nah-ran-dürfen… Ich sichte gerade noch die Fotos.


Weitere Highlights des College-Lebens waren noch das Aufbauen für das „Hillsong Foundation Breakfast“. Bei diesem Frühstück wird allen fleißigen Spendern der Gemeinde mit einem großen Frühstück „Danke“ gesagt. Mit einem Team von ca. 15 Leuten haben wir die Veranstaltung aufgebaut. Hier eine kleine Animation dazu…

Ansonsten habe ich die letzten Wochen viele Gelegenheiten gehabt, in der Kinderbetreuung (Hillsong Kids) für die 1-2 Jährigen mitzuhelfen – ich mache das schon seit Anfang des Semesters und so langsam macht es richtig Spaß J Manche der Kleinen erinnern sich schon an meinen Namen („Ben“, weil Sven zu schwer ist) und ich habe für ein paar Stunden viele kleine Menschen zum Bespaßen ;-) Mit den Street Teams (Rausgehen, Leuten helfen) waren wir auch wieder ein paar Mal unterwegs. Neben echt krassen Geschichten haben wir auch Gelegenheit, mit den Leuten einfach die Zeit zu genießen. Und aus so einer Begegnung begab es sich, dass ich zum ersten Mal einen Welpen in der Hand halten konnte (siehe Bild)



xNun zu der wohlverdienten Woche Urlaub: Die habe ich viel mit meinen WG-Kumpanen unternommen. Nächtelange „Saboteur“-Spiele, sportliche Aktivitäten und einen Ausflug in die Stadt. Dort war eine Kunstaustellung im Hafen, bei der viel mit Licht rumgespielt wurde. Highlight war sicherlich das „einfallende Opernhaus“:


Die EM geht natürlich auch nicht spurlos in Australien vorbei. Die deutschen Spiele laufen um 4.45 Uhr früh. Zugegeben, das erste Spiel habe ich nicht live geguckt, aber Besserung ist in Sicht – das Spiel gegen die Niederlande habe ich heute geguckt… SCHLAND!! Abseits der EM haben wir uns mit den Deutschen vom College 1, 2 Mal getroffen und so richtig schön deutsche Dinge gemacht: Bratwurst, richtiges Brot… Lecker. Auf dem ersten Foto seht ihr Jan, mich und Martin beim Grillen, das zweite ist ein Gruppenfoto mit der gesamten Mannschaft.


Ein weiteres Highlight war der Eurovision Song Contest. In Deutschland habe ich den noch nie in meinem Leben geguckt, aber hier, mit Vertretern aus aller Herren (europäischer) Länder, ist es echt ein Erlebnis. In dem Haus, wo wir geguckt haben, waren ca. 10 Schweden, die natürlich völlig durchgedreht sind. Von amerikanischer Seite kam vor allen Dingen Unverständnis für die Dinge, die „wir Europäer“ so tun…


Eine letzte Sache für den Rückblick ist noch, dass ich ein Job Interview bei einem Kleinunternehmen hatte. Über Kontakte von zu Hause bin ich mit dem Inhaber in Kontakt gekommen (ein Aussie mit deutschen Eltern und schwäbischem Vokabular) und habe mich letzte Woche mit ihm zusammengesetzt – es war eines der informellsten Vorstellungsgespräche, die ich je hatte. Ich werde mit ein wenig Casual-Arbeit (Gelegenheitsarbeit) in seinem Büro aushelfen. Losgehen tut es nach der Hillsong Conference. Was uns damit zum letzten Teil dieses Berichtes führt: Der Ausblick / Was ist Hillsong Conference?

Die Hillsong Conference findet jedes Jahr seit 26 Jahren mit dem Ziel statt, die lokalen Gemeinden zu stärken und vorwärts zu bringen („Championing the cause oft he local church“). Dieses Jahr findet sie vom 2.-9.7. im größten Stadion Sydneys, der Allphones Arena, statt. Die Teilnehmerzahl ist irgendwo im „zigtausend“er Bereich, insgesamt helfen 4000 Freiwillige mit, diese Konferenz buchstäblich über die Bühne zu bringen. Ich helfe im Team Logistik mit. Was das heißt, weiß ich noch nicht genau, Fakt ist: Es wird groß, lang und anstrengend. Deswegen gibt es danach auch zwei Wochen frei! Für die erste Woche will ich gerne „raus aus der Hillsong-Zone“ und ein eventuell ein bisschen das Land erkunden. Die zweite Woche fange ich, wenn alles klappt, mit der Arbeit an, um vor dem Anpfiff fürs zweite Semester schon ein wenig „in der Routine“ zu sein.

Und damit ist das erste Semester Hillsong College 2012 auch schon vorbei! Heute sind die letzten Unterrichtsstunden. Alles in allem ging es seeehr schnell und ist immer noch sehr lehrreich und herausfordernd. Aufs zweite Semester bin ich sehr gespannt: Neue Fächer (u.a. Songwriting, Einführung ins Neue Testament) und tiefer einsteigen in die Gemeinde und die Freundschaften hier weiterführen. Ich werde auf jeden Fall mehr „raus“ gehen und das Land erkunden, denn das habe ich dieses Semester noch nicht so viel gemacht.

Gebetsanliegen sind diesmal definitiv Kraft für die kommenden Wochen (Hillsong Conference) und für das zweite Semester einfach wieder Frische und neue Aufnahmefähigkeit. Vielen Dank euch allen fürs Lesen und für eure Unterstützung im Gebet!

Euer Sven