Hier wieder ein Update
aus Down Under! Vielen Dank für alle eure Unterstützung, sei es in Gebet oder
durch Spenden. Es hilft mir und ich fühle mich dadurch getragen – vielen Dank
für euer Vertrauen in mich!
Seit dem letzten
Eintrag ist einiges passiert, sicherlich auch bei euch.
2015 ist nun schon wieder fast halb vorbei - bei mir auf jeden Fall eine
aufregende Zeit!
Mitte November
ging mein vorletztes Semester hier am Hillsong
College vorüber, letzte Hausarbeiten wollten eingereicht werden, und
letztlich hat es alles gut geklappt. Im Vergleich zu den ersten beiden Jahren
war das dritte Jahr anspruchsvoller – sowohl akademisch als auch mit allen
„Drum Herum“. Einer der ersten Dinge, die uns am Anfang des dritten Jahres
erzählt wurden, war, das wir lernen würden, mehrere Sachen in unserem Leben
gleichzeitig auf einem hohen Niveau zu jonglieren. Ich dachte mir: „Ja
sicher...“. Rückblickend (und auch vorausblickend für dieses Semester) hat sich
dieses Statement sehr bewahrheitet. Arbeit, Hausarbeiten, Freunde, Sport,
Hauskreise, Vorlesungen, Ruhezeiten, Mitarbeiten in der Kirche, Gebetsleben –
Wenn nur eine dieser Dinge auf der Tagesordnung stünde, kein Problem. Die Crux
ist: Es passiert alles zugleich ;-) Sagen wir so: Ich hatte Momente der
Verzweiflung, bin mittlerweile aber stress- und fehlerresistenter geworden.
Zurück zum College: Wie erwähnt bin ich jetzt im letzten Semester, und viele
Dinge kommen jetzt zum Ende.
College beiseite war
natürlich Weihnachten ein großes
Thema – Schließlich will der Geburtstag des einflussreichsten Mannes der
Geschichte gebührend gefeiert werden J Neben den üblichen
Weihnachtsgottesdiensten haben wir ein Musical aufgeführt, das sogar im Live
Stream zu sehen war. 8 x 1.5h volles Programm mit Gesang, Tanz, Gitarren und
dem Weihnachtsmann. Es war atemberaubend! Und großartig, davon Teil gewesen
sein zu können! Am 25.12. haben wir uns mit vielen der daheimgebliebenen
Studenten (Daheim = Sydney; wie sich die Dinge ändern…) getroffen und ein
opulentes BBQ genossen. 80 Leute, 10 Mann Organisationsteam, viele volle Bäuche
und glückliche Gesichter J
Den Januar hab
ich vor allen zur Vorbereitung
genutzt: Arbeiten und für das Semester anzusparen. Nebenher hab ich angefangen,
viele Bücher in Richtung „Finanzen“ zu lesen. Ende des Monats gings dann wieder
mit dem College los, und eins meiner ersten Ziele war, alle Hausarbeiten
abzuarbeiten, um später im Semester keinen Stress damit mehr zu haben - hat gut
geklappt J
März war voll mit
Kirchenveranstaltungen. Wie auch die
letzten Jahre war die „Colour Conference“ (Frauenkonferenz) natürlich ein
Highlight. Zwei Wochenenden, internationale Gastredner, und ca. 25000 Frauen.
Ich hatte die Gelegenheit, in einem großartigen Team mitzuarbeiten, und es war
echt eine gute Zeit. Direkt im Anschluss war dann Ostern an der Reihe – der
höchste christliche Feiertag geht hier natürlich nicht einfach so vorbei. Am
Ostersonntag waren wir mit der ganzen Kirche in Sydney-City und haben die Passionsgeschichte
und die Auferstehung gemeinsam gefeiert. Ein geniales Theaterstück und eine
großartige Rednerin (Christiane Caine) haben dazu viel beigetragen J
Abseits von all
diesen Dingen merke ich immer mehr, wie viel mir die Leute und die Gemeinschaft hier bedeuten. Es fängt mit meinen
WG-Genossen an (insgesamt 4 Deutsche, 1 Amerikaner und 1 Franzose) – alles
großartige Männer, mit den von tiefen „Gott und die Welt“ – Gesprächen bis hin
zu völligem Nonsens alles geht. Sehr cool. Durch College und Kirche haben wir
auch außerhalb der WG viel Kontakt. Eine weitere Gruppe, die mir hier sehr ans
Herz gewachsen ist, sind die Hauskreise, in denen ich involviert bin. Im Moment
nehme ich an einem teil, in dem ich schon seit mehr als einem Jahr bin –
großartige Leute, und es ist echt genial, mit diesen Leuten durchs Leben zu
gehen. Außerdem leite ich zwei Hauskreise – beide nicht alleine, sondern mit
anderen zusammen. Einen alle zwei Wochen am Dienstag. Der besteht mehr aus
College-Studenten, sodass es dort immer was zu bereden gibt. Der andere
Hauskreis findet wöchentlich am Sonntag statt, wo wir uns immer direkt vor
einem der Gottesdienste treffen. Hier sind es mehr Leute, die bereits im
Berufsleben stehen. Alles in allem macht es echt Spaß! Höhepunkt war auch mein Geburtstag vor 3 Wochen – bei der Feier
waren echt viele Leute (um die 40), viel Essen (Grill!), Lagerfeuer und ein
Feuerkünstler (mit Feuerspucken und so). Voll gut.
So weit erstmal
zu allem, was hier in Australien vor sich geht. Die große Frage ist natürlich: „Und danach?“ – und da ist tatsächlich
einiges passiert. Mein Semester hier ist offiziell Anfang Juli vorbei, und mein
Visum ist noch bis Mitte September gültig. Die Zeit von Juli bis September
werde ich nutzen, um 1) ein paar Projekte auf Arbeit abzuschließen, 2) zu
reisen (Australien oder Neuseeland) und 3) meine Aufgaben und
Verantwortlichkeiten weiterzugeben, denn (Trommelwirbel…) ich gehe nach BERLIN.
Dort werde ich mich einer Kirche anschließen und erstmal wieder Vollzeit
arbeiten. Das ist erstmal der mittelfristige Plan – mehr dazu, wenn das Datum
näher rückt. Bis dahin werde ich über Himmelfahrt & Pfingsten für 10 Tage
in Deutschland sein. Hauptgrund ist die Hochzeit meines guten Freundes Julian,
für den ich Trauzeuge bin. Darüber hinaus werde ich ein paar Tage in Berlin
verbringen, um dort mit ein paar Freunden und Pastoren zu reden. Auf jeden Fall
eine sehr gute Gelegenheit, um „mal zu schauen“, was geht. Eure Gebete sind an
dieser Stelle sehr willkommen – vor allen Dingen für Weisheit, die Dinge mit
Gottes Augen zu sehen.
Das wars erstmal
von meiner Seite. Ich freue mich, auch von euch zu hören!
Beste Grüße aus
Tralien,
Sven










