Liebe Freunde!
Seit gut einem Monat ist es schon 2013 – höchste Zeit also
für ein Update aus Down Under. Zuallererst wieder viele Dank an alle Beter und
Spender – eure Unterstützung ist sehr wertvoll für mich. Danke! Die Ereignisse
sind diesmal nicht ganz in chronologischer Abfolge…
Zur Sache: Seit meinem letzten Blog Anfang November verging
die Zeit (wie so oft) wie im Flug. Das erste College-Jahr war offiziell am
3.12. mit einem großen Festgottesdienst zu Ende
(Graduation); ein paar Tage vorher gab’s eine richtig schnieke Feier in einem
Hotel direkt am Hafen. Sehr fein J
Die letzten Wochen College waren geprägt von letzten einzureichenden
Hausarbeiten und auf die letzten Meter der Umzug
in unser schönes neues Haus (Bild siehe voriger Blog). 9 Leute, 15 Stunden, 16
Wagenladungen Möbel, … epische Ausmaße und am Ende des Tages waren wir
weitestgehend fertig. Jetzt wohne ich viel näher dran an der Gemeinde und in
den letzten Wochen haben wir uns hier richtig einleben können.
DAS Highlight war der Besuch
meiner Eltern. Die beste Mutter und der beste Vater der Welt waren
insgesamt 3 Wochen hier. Die erste Woche haben die beiden Sydney genossen und
wir haben uns ein paar Mal in der City getroffen. Da in der zweiten Woche noch
sehr viele College-Aktivitäten stattfanden, konnte ich leider nicht mit auf die
Reise in das Herz Australiens, zum Ayers Rock. Die beiden haben es trotzdem
genossen und bei 45°C im Schatten (es gab keinen Schatten) den Outback-Kängurus
„Hallo“ gesagt. Einen Sonntag habe ich die beiden in die Gemeinde mitgenommen
und anschließend habe ich die beiden mit zum Treffen der Deutschen hier vor Ort
mitgenommen – also ganz viel Gemeinschaft und gute Gespräche. Die dritte Woche
waren wir in den Blue Mountains und haben dort die Natur genossen. Auf den
Bildern meine Eltern vor den Three Sisters und auf dem anderen schaue ich nach
guten Fotomotiven J
Und wieder gute und auch tiefgründige Gespräche – eine sehr wertvolle Zeit!
Anfang Dezember habe ich die beiden mit dem Mietauto dann
zum Flughafen gebracht. Und am gleichen Tag 2 deutsche Backpacker abgeholt, die
bei uns ursprünglich für ein paar Tage Unterschlupf finden wollten und dann 2,5
Wochen hier waren. Simon und Yannic
haben in der kurzen Zeit hier alles in der Gemeinde und dem Drumherum
mitgenommen.
Die Woche direkt vor Weihnachten konnte ich die Zeit
allerdings nicht mit den beiden verbringen; von der Arbeit aus war ich auf
einer kleinen Dienstreise im
australischen Busch in einen Ort namens Narrabri. Wer sich den Spaß macht,
kann das mal auf Google Maps nachgucken: 6 Stunden Fahrt und immer noch im
gleichen Bundesstaat. Ich habe dort Getreideproben vermessen und ein bisschen
australische Kultur abseits von Sydney schnuppern können. Im Umkreis von 1
Stunde keine andere Ortschaft, zwischen
den Orten kein Mobilnetz und tagsüber auch mal 58°C (!!!) (in der Sonne,
zugegebener Maßen). Wieder zurück haben wir in der der Firma ein paar
Bewerbungsgespräche gehabt für eine freie Stelle. Ich war auch dabei, das erste
Mal überhaupt allerdings auf der anderen Seite des Schreibtischs. Eine sehr
interessante Erfahrung. Nach all diesen Arbeitsdingen ging‘s dann erstmal mit
den beiden Backpackern an den Strand, wie man das halt am 23.1.2 so macht –
siehe Foto.
Besonders erwähnenswert ist auch der 24.12.: Nach 25 Jahren
deutscher (= weißer und kalter) Weihnacht
eine … interessante Abwechslung. Aber 40°C im Schatten (diesmal gab’s Schatten)
und eine gefühlte Luftfeuchtigkeit von 95% können echte „Exil-Deutsche“ von
Würstchen und Kartoffelsalat nicht abhalten J
So konnten wir unsere sehr praktische Terrasse auch gleich einweihen (siehe
Foto unten). Wie auch in Deutschland habe ich die nächsten beiden Tage vor
allen Dingen mit Essen und Schlafen verbracht. Am 25.12. (dann gibt’s hier
Geschenke) waren alle in Australien gebliebenen Collegestudenten bei einem
unserer Dozenten eingeladen und am 26.12. war ich bei einem anderen Collegemate
zum Familienfest eingeladen. Eins der besten Weihnachten bisher mit einem Husky
(siehe Bild), massig Essen, Quad fahren, Fußball und vielem mehr.
An allen Weihnachtstagen
war in der Gemeinde natürlich extrem viel los. Am 22. + 23.12. gab es das
„Christmas Carols Spectacular“, ein Musical, das an den zwei Tagen insgesamt 6
Mal aufgeführt wurde. Am 24.12. das etwas andere Krippenspiel mit echten
Kamelen, Eseln und Lämmern. Siehe Bild.
Nach Weihnachten hatte ich drei Wochen einfach mal frei.
Die Zeit habe ich vor allen Dingen zu Hause verbracht, was sehr schön war.
Jetzt haben wir uns im neuen Haus so richtig eingelebt und es ist tatsächlich
ein „zu Hause“.
Natürlich dürfen ein paar Worte zu Silvester nicht fehlen. Wir waren mit „den Deutschen“ in Hunters
Hill, der Ort ist ein paar Kilometer von der Harbour Bridge weg – aber immer
noch in Sichtweite (siehe Bild unten). Der Platz war einfach der Hammer: Die
Innenstadt war an vielen Stellen einfach völlig überfüllt. Da Hunters Hill wie
gesagt ein bisschen draußen ist, waren dort auch nicht so viele Leute. So
konnten wir den ganzen Tag bei strahlendem Sonnenschein genießen, Fußball
spielen, essen etc. Als es dann dunkel wurde, kamen die Feuerwerke. Ein Kinderfeuerwerk
um 21 Uhr und das große um 0 Uhr. 12,5 Minuten massives Feuerwerk, das die
ganze Stadt in Rauch gehüllt hat. Insgesamt ein richtig cooler Abend mit tollen
Leuten, Gebet und vielen guten Gesprächen.
Die erste Amtshandlung im neuen Jahr war der Kauf eines Autos zusammen mit meinem Freund
und Zimmergenossen Jan (Carsharing!). Nach einem Tag Autos Probe fahren und zum
Teil dabei abgeschleppt werden haben wir nun einen 1994 Holden Apollo, ein sehr
geräumiges 4-Zylinder 2.2l Auto. Auf einen Namen haben wir uns (noch) nicht
einigen können. Mein Vorschlag ist „Schattenfell“ und meiner Ansicht ist das
der deutlich bessere Name. Für alle, die mit dem Namen nichts anzufangen
wissen: „Schattenfell“ ist das Pferd von Gandalf (dem sehr weisen und mächtigen
Zauberer) aus Herr der Ringe. Wer will dagegen ankommen? Bisher hat er treue
Dienste geleistet und es ist eine sehr große Erleichterung, endlich ein Auto zu
haben. Ein Foto folgt.
Was kommt nun? Jetzt fängt das College wieder an! Diese
Woche haben wir nur Vorlesungen und ab nächster Woche geht der „ganze normal
unnormale“ College-Alltag wieder los. Ich bin sehr gespannt und blicke voller Erwartung
auf das kommende Jahr. Ich habe in neuen Teams angefangen und will persönlich und
geistlich wachsen, in Gottes Reich so viel wie möglich bewegen zu können. Es
wird sehr interessant! Und in 4 Wochen ist auch schon wieder ColourConference
2013! Also an alle Frauen dieser Welt: Wenn ihr die Arbeit der Hillsong-Kirche
einmal näher kennenlernen möchtet, viele neue Kontakte knüpfen und es euch
einfach auch mal gut gehen lassen möchtet: Die Konferenz findet auch in London
statt (http://colourconference.com/london).
Und für alle, die noch weiter voraus planen: Die Hillsong Conference 2013
findet auch dieses Jahr wieder statt. Das letzte Jahr war das einfach der Hammer.
Gerade für Pastoren und Leiter ist das eine sehr gute Investition! Der Link: http://www.hillsongconference.com/london
Gebetsanliegen
sind vor allem Kraft, Aufnahmefähigkeit und Ausdauer für die kommende Zeit. Und
auch für die Leute um mich herum könnt ihr beten, gerade die Gruppe der
Deutschen – wir sind am College echt stark vertreten und haben eine starke
Gemeinschaft, in der sogar Leute (wieder) zum Glauben finden.
Soweit erstmal. Danke für’s Lesen und für eure Unterstützung
im Gebet! Danke!
Beste Grüße aus Tralien,
Sven
p.s.: Und die Entwarnung: Nein, Sydney stirbt nicht den
Flammentod. Die Feuer, die am nächsten waren, sind ca. 5 Autostunden südlich entfernt.
Und die Fluten 10 Stunden nach Norden…


