Mittwoch, 6. Februar 2013

2013 - Die zweite Runde geht los!




Liebe Freunde!

Seit gut einem Monat ist es schon 2013 – höchste Zeit also für ein Update aus Down Under. Zuallererst wieder viele Dank an alle Beter und Spender – eure Unterstützung ist sehr wertvoll für mich. Danke! Die Ereignisse sind diesmal nicht ganz in chronologischer Abfolge…

Zur Sache: Seit meinem letzten Blog Anfang November verging die Zeit (wie so oft) wie im Flug. Das erste College-Jahr war offiziell am 3.12. mit einem großen Festgottesdienst zu Ende (Graduation); ein paar Tage vorher gab’s eine richtig schnieke Feier in einem Hotel direkt am Hafen. Sehr fein J Die letzten Wochen College waren geprägt von letzten einzureichenden Hausarbeiten und auf die letzten Meter der Umzug in unser schönes neues Haus (Bild siehe voriger Blog). 9 Leute, 15 Stunden, 16 Wagenladungen Möbel, … epische Ausmaße und am Ende des Tages waren wir weitestgehend fertig. Jetzt wohne ich viel näher dran an der Gemeinde und in den letzten Wochen haben wir uns hier richtig einleben können.

DAS Highlight war der Besuch meiner Eltern. Die beste Mutter und der beste Vater der Welt waren insgesamt 3 Wochen hier. Die erste Woche haben die beiden Sydney genossen und wir haben uns ein paar Mal in der City getroffen. Da in der zweiten Woche noch sehr viele College-Aktivitäten stattfanden, konnte ich leider nicht mit auf die Reise in das Herz Australiens, zum Ayers Rock. Die beiden haben es trotzdem genossen und bei 45°C im Schatten (es gab keinen Schatten) den Outback-Kängurus „Hallo“ gesagt. Einen Sonntag habe ich die beiden in die Gemeinde mitgenommen und anschließend habe ich die beiden mit zum Treffen der Deutschen hier vor Ort mitgenommen – also ganz viel Gemeinschaft und gute Gespräche. Die dritte Woche waren wir in den Blue Mountains und haben dort die Natur genossen. Auf den Bildern meine Eltern vor den Three Sisters und auf dem anderen schaue ich nach guten Fotomotiven J Und wieder gute und auch tiefgründige Gespräche – eine sehr wertvolle Zeit!
 
Anfang Dezember habe ich die beiden mit dem Mietauto dann zum Flughafen gebracht. Und am gleichen Tag 2 deutsche Backpacker abgeholt, die bei uns ursprünglich für ein paar Tage Unterschlupf finden wollten und dann 2,5 Wochen hier waren. Simon und Yannic haben in der kurzen Zeit hier alles in der Gemeinde und dem Drumherum mitgenommen.
Die Woche direkt vor Weihnachten konnte ich die Zeit allerdings nicht mit den beiden verbringen; von der Arbeit aus war ich auf einer kleinen Dienstreise im australischen Busch in einen Ort namens Narrabri. Wer sich den Spaß macht, kann das mal auf Google Maps nachgucken: 6 Stunden Fahrt und immer noch im gleichen Bundesstaat. Ich habe dort Getreideproben vermessen und ein bisschen australische Kultur abseits von Sydney schnuppern können. Im Umkreis von 1 Stunde  keine andere Ortschaft, zwischen den Orten kein Mobilnetz und tagsüber auch mal 58°C (!!!) (in der Sonne, zugegebener Maßen). Wieder zurück haben wir in der der Firma ein paar Bewerbungsgespräche gehabt für eine freie Stelle. Ich war auch dabei, das erste Mal überhaupt allerdings auf der anderen Seite des Schreibtischs. Eine sehr interessante Erfahrung. Nach all diesen Arbeitsdingen ging‘s dann erstmal mit den beiden Backpackern an den Strand, wie man das halt am 23.1.2 so macht – siehe Foto.
 
Besonders erwähnenswert ist auch der 24.12.: Nach 25 Jahren deutscher (= weißer und kalter) Weihnacht eine … interessante Abwechslung. Aber 40°C im Schatten (diesmal gab’s Schatten) und eine gefühlte Luftfeuchtigkeit von 95% können echte „Exil-Deutsche“ von Würstchen und Kartoffelsalat nicht abhalten J So konnten wir unsere sehr praktische Terrasse auch gleich einweihen (siehe Foto unten). Wie auch in Deutschland habe ich die nächsten beiden Tage vor allen Dingen mit Essen und Schlafen verbracht. Am 25.12. (dann gibt’s hier Geschenke) waren alle in Australien gebliebenen Collegestudenten bei einem unserer Dozenten eingeladen und am 26.12. war ich bei einem anderen Collegemate zum Familienfest eingeladen. Eins der besten Weihnachten bisher mit einem Husky (siehe Bild), massig Essen, Quad fahren, Fußball und vielem mehr.
 
An allen Weihnachtstagen war in der Gemeinde natürlich extrem viel los. Am 22. + 23.12. gab es das „Christmas Carols Spectacular“, ein Musical, das an den zwei Tagen insgesamt 6 Mal aufgeführt wurde. Am 24.12. das etwas andere Krippenspiel mit echten Kamelen, Eseln und Lämmern. Siehe Bild.
Nach Weihnachten hatte ich drei Wochen einfach mal frei. Die Zeit habe ich vor allen Dingen zu Hause verbracht, was sehr schön war. Jetzt haben wir uns im neuen Haus so richtig eingelebt und es ist tatsächlich ein „zu Hause“.
Natürlich dürfen ein paar Worte zu Silvester nicht fehlen. Wir waren mit „den Deutschen“ in Hunters Hill, der Ort ist ein paar Kilometer von der Harbour Bridge weg – aber immer noch in Sichtweite (siehe Bild unten). Der Platz war einfach der Hammer: Die Innenstadt war an vielen Stellen einfach völlig überfüllt. Da Hunters Hill wie gesagt ein bisschen draußen ist, waren dort auch nicht so viele Leute. So konnten wir den ganzen Tag bei strahlendem Sonnenschein genießen, Fußball spielen, essen etc. Als es dann dunkel wurde, kamen die Feuerwerke. Ein Kinderfeuerwerk um 21 Uhr und das große um 0 Uhr. 12,5 Minuten massives Feuerwerk, das die ganze Stadt in Rauch gehüllt hat. Insgesamt ein richtig cooler Abend mit tollen Leuten, Gebet und vielen guten Gesprächen.
Die erste Amtshandlung im neuen Jahr war der Kauf eines Autos zusammen mit meinem Freund und Zimmergenossen Jan (Carsharing!). Nach einem Tag Autos Probe fahren und zum Teil dabei abgeschleppt werden haben wir nun einen 1994 Holden Apollo, ein sehr geräumiges 4-Zylinder 2.2l Auto. Auf einen Namen haben wir uns (noch) nicht einigen können. Mein Vorschlag ist „Schattenfell“ und meiner Ansicht ist das der deutlich bessere Name. Für alle, die mit dem Namen nichts anzufangen wissen: „Schattenfell“ ist das Pferd von Gandalf (dem sehr weisen und mächtigen Zauberer) aus Herr der Ringe. Wer will dagegen ankommen? Bisher hat er treue Dienste geleistet und es ist eine sehr große Erleichterung, endlich ein Auto zu haben. Ein Foto folgt.

Was kommt nun? Jetzt fängt das College wieder an! Diese Woche haben wir nur Vorlesungen und ab nächster Woche geht der „ganze normal unnormale“ College-Alltag wieder los. Ich bin sehr gespannt und blicke voller Erwartung auf das kommende Jahr. Ich habe in neuen Teams angefangen und will persönlich und geistlich wachsen, in Gottes Reich so viel wie möglich bewegen zu können. Es wird sehr interessant! Und in 4 Wochen ist auch schon wieder ColourConference 2013! Also an alle Frauen dieser Welt: Wenn ihr die Arbeit der Hillsong-Kirche einmal näher kennenlernen möchtet, viele neue Kontakte knüpfen und es euch einfach auch mal gut gehen lassen möchtet: Die Konferenz findet auch in London statt (http://colourconference.com/london). Und für alle, die noch weiter voraus planen: Die Hillsong Conference 2013 findet auch dieses Jahr wieder statt. Das letzte Jahr war das einfach der Hammer. Gerade für Pastoren und Leiter ist das eine sehr gute Investition! Der Link: http://www.hillsongconference.com/london

Gebetsanliegen sind vor allem Kraft, Aufnahmefähigkeit und Ausdauer für die kommende Zeit. Und auch für die Leute um mich herum könnt ihr beten, gerade die Gruppe der Deutschen – wir sind am College echt stark vertreten und haben eine starke Gemeinschaft, in der sogar Leute (wieder) zum Glauben finden.
Soweit erstmal. Danke für’s Lesen und für eure Unterstützung im Gebet! Danke!

Beste Grüße aus Tralien,

Sven


p.s.: Und die Entwarnung: Nein, Sydney stirbt nicht den Flammentod. Die Feuer, die am nächsten waren, sind ca. 5 Autostunden südlich entfernt. Und die Fluten 10 Stunden nach Norden…

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