Sonntag, 11. November 2012

Ein Jahr geht zu Ende - ein neues kommt ;-)

Liebe Freunde!

Gut Ding will Weile haben, daher nun das längst überfällige und auch dringend nötige Update. Zuallererst bedanke ich mich wieder ganz herzlich für eure Unterstützung im Gebet oder durch eure Spenden. Vielen Dank!
Drei Monate sind eine lange Zeit und dementsprechend viel ist passiert. Das Wichtigste zuerst: Ich bleibe noch ein weiteres Jahr hier! Und werde zwischen den Jahren nicht nach Hause kommen, sondern die Zeit hier vor nutzen, um für die Studiengebühren anzusparen und das Land zu erkunden. Es gefällt mir hier einfach sehr, sehr gut! ;-)

Nun aber wirklich zu den letzten drei Monaten: Mitte Juli fing das zweite Semester an, welches in 4 Wochen auch schon wieder zu Ende ist. Es ging wahnsinnig schnell vorbei und war echt sehr fordernd. Wie im letzten Eintrag berichtet, habe ich zu arbeiten angefangen, was herausfordernder war als ich ursprünglich gedacht hatte. Weil es schwer ist, in die ganzen Erlebnisse Struktur reinzubringen, muss es diesmal ohne gehen – also einfach drauflos ;-) Und es gibt viele Bilder – die sprechen mehr als die mittlerweile nötigen X-tausend Worte.

DAS Highlight des Semesters war der Besuch meines Bruders. Für zweieinhalb Wochen haben die Büttner Brothers Australien unsicher gemacht – sehr spaßig. Da für mich das normale Collegeleben noch im Gang war, hab ich Michi einfach überall hin mitgenommen, an den Wochenenden haben wir dann was unternommen. Neben dem obligatorischen Sydney-Besuch haben wir uns am zweiten Wochenende ein Auto gemietet und sind für 3 Tage in die Blue Mountains gefahren. Von Katoomba aus (der „Hauptstadt“ der Blue Mountains) haben wir dann mehrere Ausflüge unternommen – Hier einfach ein paar Schnappschüsse. Unglaublich schöne und urwüchsige Natur, viel frische Luft, viiiel Essen und brüderliche Konversationen – perfekt ;-) Das im Hinterkopf, freue ich mich schon auf den Besuch meiner Eltern – in einer Woche ist es soweit!





Ein weiteres Highlight war die „Men’s Conference“, die vor zwei Wochen stattfand – ein Wochenende nur für Männer ;-) Es war glorreich: Fleisch, Motorräder und Dodgeball-Turniere. Ja, der Film wurde (teilweise) gezeigt – „Wer einem Schraubenschlüssel ausweichen kann, kann auch einem Ball ausweichen“. Einfach eine sehr coole Zeit und die Bilder sprechen für sich ;-)




Am gleichen Wochenende fand das „Hillsong Live“ Album Recording statt. In drei Veranstaltungen liefen die Aufnahmen im Hauptgebäude der Church, zweimal war ich dabei. Es war unglaublich gut und ich bin seeehr dankbar – die Musik war das erste, was ich von Hillsong bewusst mitbekommen habe. Und davon vor Ort Teil zu gewesen zu sein, ist einfach atemberaubend. Wenns geht, bestellt das Album schon jetzt vor, es wird großartig!

Auf die letzten Meter des Semesters wurde es noch mal richtig hektisch, da zwei wichtige Sachen auf einmal kamen: Aufführungen und Haussuche / Umzug. Zuerst zur Aufführung. Wie im letzten Semester ist es Teil des Curriculums, das wir mit unserer Klasse ein eigenes Set gestalten, proben und aufführen. Anfang des Semesters haben wir die Songs ausgesucht und über das ganze Semester geprobt. In den letzten zwei Wochen vor der Aufführung wurde es dann nochmal hektisch, aber letztlich ging unser 18-Song Set am letzten Mittwoch gut über die Bühne (buchstäblich). Wo wir gerade von der Musik reden: Songwriting war dieses Semester sehr stark Teil vom College. Aufgrund der Arbeit hätte ich gerne mehr Zeit gehabt, mich dem Schreiben zu widmen, aber unter anderem zusammen mit ein paar Freunden verbuche ich dieses Semester drei Songs.

Ein weiteres turbulentes Kapitel dieses Semesters ist der Umzug. Diesen Donnerstag ziehen wir in ein neues Haus – 5 Minuten vom College entfernt und ein Tick günstiger als das Haus, in dem wir momentan sind. Es war ein ganz schönes Hin und Her, das Haus zu bekommen, aber dank kurzsichtiger australischer Hauskäufer und viel Kommunikation hat es dann endlich geklappt. Wir ziehen größtenteils mit den Leuten aus meinem jetzigen Haus um und nehmen, werden dann aber noch zwei neue Leute „eintauschen“ – Insgesamt sind wir dann sieben. Meine neue Adresse werde ich per Mail schicken, denn die gehört nicht ins Internet^^ Aber hier ein Foto vom Haus…


In der Mitte hatten wir zwei Wochen Ferien, die ich hauptsächlich zum Arbeiten genutzt habe. Es war ungewohnt, wieder Vollzeit zu arbeiten – aber das Geld fürs zweite Jahr ist gut verdient ;-) Und die ein bisschen habe ich die Ferien auch genossen. Mit ein paar Leuten wurden wir von einer deutschen Familie eingeladen, haben fürstlich Barbecue genossen und danach an australischen Stränden verbracht. Sehr entspannend – inklusive Wellen reiten (noch ohne Surfboard :-) und Wellen gucken (Siehe Fotos)



Die nächsten Ereignisse im Collegeleben sind die Abschlussveranstaltungen in 4 Wochen, gefolgt von den Ferien, die bis Ende Januar andauern. Viel Zeit, die ich zum Arbeiten nutzen werde, aber auch zur Vorbereitung auf das zweite Jahr – u.a. fange ich an, in einem neuen Bereich in der Church mitzuarbeiten und darüber hinaus will ich auch den Urlaub genießen ;-) Außerdem werde ich nächstes Jahr zusammen mit drei anderen Leuten die „German Network Group“ leiten, das ist die Gruppe innerhalb des Colleges, in der sich alle Deutschen vom College zusammentun, gemeinsam Zeit verbringen, Pläne, Tipps und Träume austauschen und einfach das Leben hier vor Ort genießen. In den letzten Wochen hatten wir schon den zweiten Mann von Hillsong Konstanz, Jan Kohler, bei uns zu Besuch und auch eine Frage-Antwort-Session mit dem Hauptpastor von Hillsong Germany war schon dran – sehr spannend.

Ich wünsche euch allen eine gute Weihnachtszeit und freue mich, von euch zu hören!

Euer Sven aus Tralien

Samstag, 4. August 2012

Es geht wieder los

Liebe Freunde,

nach einer Weile hier die neuesten Infos aus Tralien. Ich hoffe, dass trotz des (so hab ich mir sagen lassen) nicht so dollen Wetters euren Sommer genießt! Zuerst natürlich wieder vielen Dank für eure Unterstützung, sei es betender Weise oder durch eure Spenden – beides hilft auf jeden Fall, was ich in den letzten Wochen wieder gemerkt habe. Vielen Dank!

Wie im letzten Beitrag groß angekündigt, fand vor 3 Wochen die Hillsong Conference statt. Die Erwartungen wurden gerade in den Gottesdiensten direkt davor noch mal so richtig angeschürt – und das völlig zurecht: Es war einfach groß. Ca. 20000 Teilnehmer, 4000 Freiwillige, 5 Tage in der größten Indoor-Arena Sydneys. Dazu das „Who is Who“ der christlichen Musikszene: Chris Tomlin, Matt Redman, Israel Houghton, Darlene Zschech und das Hillsong Team. Und ein Haufen richtig gute und weltbekannte Prediger: Joyce Meyer, Chris Caine, Brian und Bobbie Houston und noch ganz viele andere. Auf dem Bild seht ihr Zander (Südafrika) und mich vor dem Panorama der Arena.
Jeden Tag gab es 3 große Gottesdienste (morgens, mittags, abends) und nachmittags eine breite Auswahl an Workshops und Seminaren. Ein paar der Gottesdienste konnte ich live miterleben, aufgrund meiner Rolle als einer der 4000 Freiwilligen aber auch nicht alles. Ich habe im „Resource Center“ mitgeholfen, also beim Verkauf der Medien, vor allem DVDs und CDs. Der Job hat sehr viel Spaß gemacht, weil wir dort direkt mit den Teilnehmer zu tun hatten. Gerade in den Zeiten zwischen den Gottesdiensten gab es mehr als einmal Gelegenheit, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen und zu fragen, wieso sie zur Konferenz gekommen sind. Die Antworten waren unterschiedlich, aber so gut wie alle sind mit großen Erwartungen für sich und ihre Gemeinde hineingegangen (und wurden sicher nicht enttäuscht).
Es war einfach richtig cool, so viele Leute, Pastoren, Jugendleiter, etc. auf einem Haufen zu sehen und einen Teil dazu beigetragen zu haben! Die Tage waren zwar schon recht lang (Busse fuhren um 6.30 hin und um 22.30 zurück), aber dank guter Vorbereitung und Vorwarnungen erfahrener Konferenzgänger war es alles noch im Rahmen. Offiziell beendet wurde die Konferenz am Sonntag (8.7.) mit einem Abschlussgottesdienst.
Nach all diesem Trubel ging es direkt danach in zwei Wochen wohlverdiente Pause und in den Übergang zum zweiten Semester. Gleich zu Beginn der Ferien sind 2 meiner Hausgenossen für ein paar Wochen nach Hause geflogen (nach USA bzw. UK). Dazu sind insgesamt 3 umgezogen, so dass das Haus mit einem Schlag erschreckend leer war (von 9 Leuten auf 4 in nur 2 Tagen). Wirklich schade war, dass mein Zimmergenosse Emil (aus Schweden) auch umgezogen ist. Es war schon ein trauriger Abschied, denn gerade das letzte halbe Jahr war sehr aufregend und da wächst man halt zusammen… So hatte ich ein leeres Zimmer *schluchz* (siehe Foto)
Dieser Zustand hielt zum Glück nicht lange an, denn mit dem neuen Semester kamen (und kommen immer noch) insgesamt 160 neue Studenten an, darunter auch drei neue Hausgenossen für unser Anwesen. Mein Zimmergenosse ist Michael (Irland), die anderen sind Christian (USA) und Florian (Österreich), so dass wir jetzt 4 Amerikaner, 2 Deutsche, 2 Briten und einen Österreicher in unserem Haus haben. Gleich in den ersten Tagen haben wir ein paar Sachen zusammen gemacht und so hoffentlich den Einstieg ins australische Leben ein wenig erleichtert. Ansonsten habe ich viel entspannende Dinge mit meinen Freunden unternommen und einfach ein wenig die Ruhe genossen ;-) Ein weiteres Highlight war ein Tagestrip in die Blue Mountains, einen nahe gelegenen Nationalpark. Nach ca. 1,5 Stunden Fahrt mit den Öffentlichen war ich der „Hillsong Bubble“ entkommen und mitten in herrlicher australischer Natur. Die Blue Mountains haben ihren Namen von den Abermillionen Eukalyptusbäumen, deren ätherische Öle im Sommer wohl einen blauen Schimmer über dem Tal entstehen lassen. Mit ein bisschen Fantasie konnte ich das auch schon sehen. An dieser Stelle nur ein paar Fotos, ansonsten gab es noch viele Wasserfälle, ungesicherte Felsabhänge mit 200 m Abgrund dahinter, Spinnen, Flüsse, geniale Ausblicke und vieles mehr. Es war definitiv nicht das letzte Mal ;-) Beim Video habe ich einen äußerst geistreichen Text drüber gesprochen – erschreckt euch nicht ;-)

 

In der zweiten Woche der Ferien habe ich meinen Job angefangen – ich mache jetzt Telefonverkauf für ein kleines Unternehmen (14 Mitarbeiter), das Laborausrüstung verkauft und Kalibrationsdienstleistungen anbietet. Am Montag (16.7.) hatte ich meinen ersten Arbeitstag und mein Plan ist, dort 15 Stunden die Woche zu arbeiten. Die ersten Tage haben viel Spaß gemacht und es macht Spaß, diese neue Herausforderung in Angriff zu nehmen! Und so lerne ich auch wieder mehr Leute außerhalb der Gemeinde kennen.
Ansonsten bin ich sehr dankbar, hier jetzt ins zweite Semester zu starten – nach dem aufregenden ersten halben Jahr sind jetzt die Abläufe schon etwas gewohnter, so dass ich hoffentlich mehr in Tiefe gehen kann, was Freundschaften und das Collegeleben angeht. Die ersten zwei Wochen waren auf jeden Fall sehr vielversprechend: Viele extrem gute Vorlesungen, mehr Verantwortung und wieder in den Probe-Rhythmus reinkommen.

Wie schon erwähnt, danke ich euch besonders für eure Gebete – gerade, was die Themen „Vision“ und „Ziele“ angeht, merke ich, wie es voran geht. Bitte betet weiterhin für Gottes Führung und Weisheit für die nächsten Schritte.
So weit wieder von mir – vielen Dank fürs Lesen und einen guten Sommer euch allen!

Euer Sven aus Tralien

Mittwoch, 13. Juni 2012

Das erste Semester geht zu Ende...


Liebe Freunde,


hier nun wieder ein Update aus „Down Under“! Bevor ich loslege, natürlich erstmal wieder vielen Dank für eure Unterstützung, sei es im Gebet oder durch eure Spenden. Beides kommt hier an und ich kann es sehr gut gebrauchen :-) Vielen Dank!


Los geht’s: Die letzten Wochen waren „ganz normaler“ College-Alltag, unterbrochen von einer Woche Urlaub (Yeah!). Daher gibt es viel aus dem College-Leben zu berichten… Das Semester neigt sich nun dem Ende zu, was sich vor allen Dingen in einer Vielzahl von Deadlines für Prüfungsleistungen bemerkbar macht, darunter eine Mini-Studie in „Altes Testament“ und 2 Auftritte im Rahmen der „Worship Band“. Die AT-Studie hab ich zum Thema „David“ gemacht und mich etwas eingehender mit seinem Leben und Wirken beschäftigt. Die 2 Auftritte bestanden im Wesentlichen aus einem 25-Minuten Worshipset (also Songs der Hillsong-Gemeinde). War sehr cool, wieder mit anderen zu spielen! Auf dem Bild seht ihr meine komplette Klasse inkl. Unserem Lehrer Bob (aus Simbawe). Die Bühne, auf der wir sitzen, ist historisch ;-) Bevor das richtig große Gebäude gebaut wurde, wurden hier die Gottesdienste der Hilsong-Church abgehalten.

Abgesehen von den Prüfungsleistungen ging das College-Leben aber normal weiter. Bei den donnerstäglichen Musikteam-Treffen habe ich zweimal Gitarre spielen können – und damit auch die ersten beiden Male „richtig“ auf einer Hillsong-Bühne. Habe mich sehr gefreut! J Eine weitere Ehre war, im 17 Uhr Gottesdienst (der Gottesdienst) Fotos schießen zu dürfen, d.h. Backstage-Zugang, nah-ran-dürfen… Ich sichte gerade noch die Fotos.


Weitere Highlights des College-Lebens waren noch das Aufbauen für das „Hillsong Foundation Breakfast“. Bei diesem Frühstück wird allen fleißigen Spendern der Gemeinde mit einem großen Frühstück „Danke“ gesagt. Mit einem Team von ca. 15 Leuten haben wir die Veranstaltung aufgebaut. Hier eine kleine Animation dazu…

Ansonsten habe ich die letzten Wochen viele Gelegenheiten gehabt, in der Kinderbetreuung (Hillsong Kids) für die 1-2 Jährigen mitzuhelfen – ich mache das schon seit Anfang des Semesters und so langsam macht es richtig Spaß J Manche der Kleinen erinnern sich schon an meinen Namen („Ben“, weil Sven zu schwer ist) und ich habe für ein paar Stunden viele kleine Menschen zum Bespaßen ;-) Mit den Street Teams (Rausgehen, Leuten helfen) waren wir auch wieder ein paar Mal unterwegs. Neben echt krassen Geschichten haben wir auch Gelegenheit, mit den Leuten einfach die Zeit zu genießen. Und aus so einer Begegnung begab es sich, dass ich zum ersten Mal einen Welpen in der Hand halten konnte (siehe Bild)



xNun zu der wohlverdienten Woche Urlaub: Die habe ich viel mit meinen WG-Kumpanen unternommen. Nächtelange „Saboteur“-Spiele, sportliche Aktivitäten und einen Ausflug in die Stadt. Dort war eine Kunstaustellung im Hafen, bei der viel mit Licht rumgespielt wurde. Highlight war sicherlich das „einfallende Opernhaus“:


Die EM geht natürlich auch nicht spurlos in Australien vorbei. Die deutschen Spiele laufen um 4.45 Uhr früh. Zugegeben, das erste Spiel habe ich nicht live geguckt, aber Besserung ist in Sicht – das Spiel gegen die Niederlande habe ich heute geguckt… SCHLAND!! Abseits der EM haben wir uns mit den Deutschen vom College 1, 2 Mal getroffen und so richtig schön deutsche Dinge gemacht: Bratwurst, richtiges Brot… Lecker. Auf dem ersten Foto seht ihr Jan, mich und Martin beim Grillen, das zweite ist ein Gruppenfoto mit der gesamten Mannschaft.


Ein weiteres Highlight war der Eurovision Song Contest. In Deutschland habe ich den noch nie in meinem Leben geguckt, aber hier, mit Vertretern aus aller Herren (europäischer) Länder, ist es echt ein Erlebnis. In dem Haus, wo wir geguckt haben, waren ca. 10 Schweden, die natürlich völlig durchgedreht sind. Von amerikanischer Seite kam vor allen Dingen Unverständnis für die Dinge, die „wir Europäer“ so tun…


Eine letzte Sache für den Rückblick ist noch, dass ich ein Job Interview bei einem Kleinunternehmen hatte. Über Kontakte von zu Hause bin ich mit dem Inhaber in Kontakt gekommen (ein Aussie mit deutschen Eltern und schwäbischem Vokabular) und habe mich letzte Woche mit ihm zusammengesetzt – es war eines der informellsten Vorstellungsgespräche, die ich je hatte. Ich werde mit ein wenig Casual-Arbeit (Gelegenheitsarbeit) in seinem Büro aushelfen. Losgehen tut es nach der Hillsong Conference. Was uns damit zum letzten Teil dieses Berichtes führt: Der Ausblick / Was ist Hillsong Conference?

Die Hillsong Conference findet jedes Jahr seit 26 Jahren mit dem Ziel statt, die lokalen Gemeinden zu stärken und vorwärts zu bringen („Championing the cause oft he local church“). Dieses Jahr findet sie vom 2.-9.7. im größten Stadion Sydneys, der Allphones Arena, statt. Die Teilnehmerzahl ist irgendwo im „zigtausend“er Bereich, insgesamt helfen 4000 Freiwillige mit, diese Konferenz buchstäblich über die Bühne zu bringen. Ich helfe im Team Logistik mit. Was das heißt, weiß ich noch nicht genau, Fakt ist: Es wird groß, lang und anstrengend. Deswegen gibt es danach auch zwei Wochen frei! Für die erste Woche will ich gerne „raus aus der Hillsong-Zone“ und ein eventuell ein bisschen das Land erkunden. Die zweite Woche fange ich, wenn alles klappt, mit der Arbeit an, um vor dem Anpfiff fürs zweite Semester schon ein wenig „in der Routine“ zu sein.

Und damit ist das erste Semester Hillsong College 2012 auch schon vorbei! Heute sind die letzten Unterrichtsstunden. Alles in allem ging es seeehr schnell und ist immer noch sehr lehrreich und herausfordernd. Aufs zweite Semester bin ich sehr gespannt: Neue Fächer (u.a. Songwriting, Einführung ins Neue Testament) und tiefer einsteigen in die Gemeinde und die Freundschaften hier weiterführen. Ich werde auf jeden Fall mehr „raus“ gehen und das Land erkunden, denn das habe ich dieses Semester noch nicht so viel gemacht.

Gebetsanliegen sind diesmal definitiv Kraft für die kommenden Wochen (Hillsong Conference) und für das zweite Semester einfach wieder Frische und neue Aufnahmefähigkeit. Vielen Dank euch allen fürs Lesen und für eure Unterstützung im Gebet!

Euer Sven

Freitag, 4. Mai 2012

Es kehrt wieder Ruhe ein...

Liebe Freunde!

Nach einer Weile hier nun wieder top-aktuelle News aus „Down Under“! Die letzten 6-7 Wochen war wieder viel los – daher gibt’s diesmal extra viele Bilder. Zuerst einmal vielen Dank für eure Unterstützung, sei es im Gebet oder durch Spenden! Vielen Dank! Und nun geht’s los…

Direkt nach dem letzten Eintrag Mitte März ging es richtig los mit der Colour Conference 2012, einer großen Konferenz von Frauen für Frauen, geleitet von Senior Pastorin Bobbie Houston. Das ganze fand an zwei hintereinander folgenden Wochenenden statt. Die erste Konferenz (Colour I) fand im Herzen von Sydney statt, im Sydney Entertainment Center. Und so waren alle weiblichen Wesen für ein Wochenende aus der Gemeinde verschwunden. Wir Männer aus dem ersten College-Semester wurden eingespannt, zu Hause (also in der Gemeinde selbst) aufzuräumen – im Foto seht ihr alle diese fleißigen Helfer J Trotz harter Arbeit (Unkraut jäten = Dschungel bekämpfen bei 30°C) sehr spaßig und es hat viel zum Teambuilding unter uns Männern beigetragen.

Nach ein, zwei Tagen Pause war damit für den zweiten Durchgang (Colour II) also alles vorbereitet – denn dieser fand auf dem Hauptgelände der Hillsong Church statt. Als fleißiger Helfer habe ich diesmal im „Refresh“-Team geholfen, sprich: Im Saubermach-Team. Jetzt kenne ich alle Mülleimer und Besenkammern der Hillsong Church. Im Foto seht ihr das glorreiche Refresh-Team. Von links nach rechts: Kevin (Schweiz), Zach (USA), Ich (D), Jan (D), Alex (USA). Jan und Alex sind mittlerweile gute Freunde und unter Woche verbringen wir viel Zeit zusammen.
Nach diesem Konferenz-Marathon hatten wir drei Tage frei – sehr erholsam. Einen der Tage habe ich zusammen mit meinem Hausgenossen Steffan (aus Wales) genutzt, Sydney zu erkunden. Nach einer Stunde Bus- und Bahnfahrt haben wir das Nationalmuseum erkundet und sind durch die Stadt gewandert. Bei einem Trip dieser Art dürfen natürlich die Fotos nicht fehlen, die man von einem Städtetrip nach Sydney erwartet. Hier ist eins davon:



Nach dieser kleinen Verschnaufpause und einem normalen Wochenende war dann auch schon Ostern. Und das war groß. Der Karfreitagsgottesdienst war sehr feierlich und ruhig mit Musik vom Hillsong Team und Michael W. Smith (!). Der Sonntag hingegen war einer der größten Gottesdienste, bei denen ich war – Hier ein paar Stichworte:
- 10 000 Leute in einem voll besetztes Sydney Entertainment Center (eine große Halle in Central Sydney)
- 20-minütige Musik- und Videopräsentation
- 180-Mann Chor (da habe ich mitgesungen)
- Predigt von Evangelist Reinhard Bonnke. Dieser Mensch hat Evangelisationsveranstaltungen in Afrika mit 7-stelligen (!!) Besucher- und Bekehrerzahlen. Im Foto ein kleiner Eindruck von der Veranstaltung...


Nach dem Osterwochenende gab es dann nochmal eine 3-tägige Verschnaufpause, die Steffan und ich wieder für einen Trip nach Sydney genutzt haben. Diesmal haben wir uns die Gegend rund um Darling Harbour vorgenommen, einem sehr schmucken Hafen im Herzen Sydneys. Dazu wieder ein Museum – sehr entspannt. Auf dem Foto seht ihr mich vor der Skyline im Darling Harbour.


Und nach all diesen Konferenzen und Osterveranstaltungen ging es dann wieder in den ganz normalen Alltag – was ich sehr erholsam finde J Musikalisch und geistlich gibt es nach wie vor sehr viel Input und mittlerweile auch Möglichkeiten, selbst mal wieder in der Musik tätig zu werden. So zum Beispiel in der Band, in die wir am Anfang des Semesters gesteckt wurden. Nach dem ersten Konzert mit vorwiegend säkularen Coversongs (hauptsächlich also Musik aus den Charts), geht es jetzt daran, die Musik von Hillsong selbst mit einer Band zu spielen. Konkret läuft das so ab: Wir bekommen eine Liste von 18 Songs, die wir auswendig lernen und bei jeder wöchentlichen Probe werden aus diesen 18 Songs 4 oder 5 ausgewählt, die wir dann nach 30 Minuten Probe dann am Stück vor Publikum spielen. Ist auf jeden Fall eine Herausforderung – hinzukommt, dass die Zusammensetzung der Band jedes Mal anders ist und die Songs manchmal noch in anderen Tonarten  gespielt werden. Ist sehr lehrreich :-)

Auf der musikalischen Seite kommt außerdem noch Songwriting dazu. Ich hab mich in eine freiwillige Klasse eingetragen, wo wir alle 2 Wochen einen von uns geschriebenen Song vorstellen, d.h. alle 2 Wochen ein neuer Song aus eigener Feder. Im Moment schreibe ich überwiegend in Englisch – aber deutsche Sachen kommen auch :-)

Und darüber hinaus gibt es tatsächlich noch mehr Möglichkeiten, musikalisch dazuzulernen. Bei den wöchentlichen Musikteamtreffen (Donnerstag) waren die letzten 2, 3 Male Leute dabei, die auf einer Vielzahl der Alben mitgespielt haben, die Hillsong in den letzten Jahren veröffentlicht hat. Von solchen Menschen über Musik als Dienst für Gott zu hören, ist sehr inspirierend, manchmal aber auch seeehr herausfordernd…

Abseits der Musik ging es in der letzten viel um das aktive Gestalten des eigenen (geistlichen) Lebens. Das große Stichwort dazu ist „Disziplin“ – vor allem in Sachen Zeitgestaltung (Stille Zeit, Üben, etc.) und Finanzen. Darüber hinaus ist es sehr förderlich, in einer Umgebung zu sein, in der es viel um Vision für das Reich Gottes geht – sicherlich auch Ergebnis eurer Gebete. Vielen Dank!

Nach wie vor bin ich zusammen mit einem Team von ca. 10 Leuten jeden Samstag in sozial schwachen Gebieten der Stadt, um dort mit Leuten ins Gespräch zu kommen und in irgendeiner Art und Weise zu helfen (das Ganze heißt „Street Teams“). Eine ernste Seite ist, dass wir Leuten eine echte seelische Stütze in schweren Zeiten können, wenn sie niemanden anderen haben, um zu reden. Eine lustige Seite ist das Rasenmähen (eher „Dschungel jäten“), wo man auch mal einen etwas tieferen Einblick in die australische Fauna gewinnt (siehe Bild) – mein Finger war direkt neben diesem possierlichen Tierchen.

Neben dem Rasenmähen ist auch Fußball eine gute Möglichkeit, sich fitzuhalten. Zusammen mit ein paar anderen Leuten aus dem Semester haben wir schon 2, 3 Mal das runde Leder gekickt. Noch dazu habe ich wieder das Joggen aufgenommen :-)

So langsam kommt dieser Eintrag nun auch zu seinem Ende. Wie man meinen Zeilen hoffentlich entnehmen kann, fühle ich mich hier sehr wohl und bereue es kein Stück, hergekommen zu sein. Die Anfangsaufregung hat sich mittlerweile gelegt und ich genieße die Zeit sehr. Wenn ihr für mich betet, dann bitte auf jeden Fall für Weisheit, was die nächsten Schritte in Deutschland angeht. Danke.


Und das war’s nun auch schon wieder – vielen Dank fürs Lesen, Nachfragen und Unterstützen! Ich freue mich, auch von euch zu hören und wünsche euch eine gute Zeit und viel Erfolg für das, was ihr gerade angeht und vor euch liegt!

Dienstag, 13. März 2012

Die ersten Wochen in 'Stralia

Liebe Freunde!

Nun ist es schon wieder eine (zu lange) Weile seit dem letzten Update aus „Down Under“ her (hüstel), also höchste Zeit für ein paar frische Infos, denn in den letzten 6 Wochen ist hier viel passiert. Glaubt mir: Ich würde noch gern gaaanz viel mehr schreiben!

Zuerst aber wieder ein herzliches „Danke!“ für alle Gebete, Spenden und die vielen Mails nach dem ersten Eintrag – es ist sehr ermutigend, von euch zu hören!

Nachdem in den ersten drei Wochen kein Tag wie der andere war, ist mittlerweile (Gott sei Dank!) eine gewisse Routine eingekehrt. Eine normale Woche sieht in etwa wie folgt aus:

Montag ist zum Glück recht entspannt – was nach dem Sonntag auch bitter nötig ist (siehe unten). Ich bin erst zum Mittagsgottesdienst an der Gemeinde. Alle diese Gottesdienste (also auch Dienstag + Mittwoch) sind für alle Studenten aus dem College. So sind es also jedes Mal ca. 800 Leute.Der Nachmittag ist frei (=Gitarre). Neben Gitarre nutze ich die Zeit auch für die Hausaufgaben, denn davon gibt es schon ein paar. Abends ist dann Bandprobe – dort spielen wir verschiedene Coversongs in einer festen Band. Gestern haben wir eine Art Generalprobe absolviert. Sehr spaßig!

Dienstag ist voll mit Vorlesungen. Morgens zum Thema „Personal Leadership“ (in etwa: Persönliche Weiterentwicklung) und nachmittags zum Thema „Old Testament Introduction“ (Einführung in das Alte Testament). Beides sehr interessante Fächer! Gerade beim Alten Testament ist es unglaublich hilfreich, dass mal systematisch durchzugehen, denn es steckt so viel dahinter! Abends ist dann alle zwei Wochen Hauskreis. Hier treffen wir uns in einer kleineren Gruppe, um uns über verschiedene Dinge auszutauschen, Spaß zu haben, zu beten, etc.

Mittwoch kann am ehesten als ein „ganz normaler Tag“ beschrieben werden: Morgens hab ich frei (=Gitarre) und nach dem Mittagsgottesdienst geht es am Nachmittag mit Vorlesung und Seminar zum Thema „Worship Band“ und „Musical Excellence“ weiter. Die Namen verraten es schon: Hier dreht sich alles rund um das Thema „Musik“ – und es gab schon viele sehr gute und Augen öffnende Momente! Es ist cool zu sehen, was alles hinter Musik steht und was es in Menschen bewirken kann. Der musikalische Tag schließt mit einem freiwilligen Seminar zum Thema Songwriting – letzte Woche haben wir uns das erste Mal getroffen und ich bin voller Vorfreude auf diese Zeit!

Donnerstag: Morgens passe ich als Teil der „Sisterhood“ auf 1-2 jährige Kinder auf. Habe ich bisher noch nicht gemacht, aber bisher ist es sehr, sehr spaßig! Mittags ist meist frei. Nachmittags ist ein Seminar in „Personal Leadership“ und abends Team Night am SouthWestCampus – kurz zur Erläuterung: Am Sonntag helfe ich in einem Gottesdienst mit, der an einem anderen Standort der Hillsong Gemeinde in Sydney ist (ca. 40 min Autofahrt von meinem Haus). Um dort mit den Leuten auch mal außerhalb des Sonntags etwas zu tun zu haben, treffen wir uns eben am Donnerstagabend.

Freitag: Frei (=Gitarre ;-)

Samstag: Morgens + mittags „Street Teams“. Das ist ein Teil der Hillsong CityCare. Praktisch machen wir dort folgendes: Wir gehen in sozial schwache Viertel, um Leute zu besuchen, mit ihnen in Kontakt zu kommen und ihnen zu helfen. Auf diese Weise sind schon viele gute Gespräche entstanden. Der Rest des Tages ist meist frei. In Zukunft werde ich dort aber mein Glück als Straßenmusiker in und um Sydney versuchen ;-)

Sonntag: Der anstrengendste Tag. 5:30 Uhr aufstehen, um zu den Gottesdienten zu fahren, bei denen ich helfe. Ein Bild von dem Gebäude seht ihr unten, im Grunde ist es eine umgebaute Lagerhalle. Die Gottesdienste sind um 9.00 und 11.00 Uhr, gegen 14.00 bin ich meist wieder zu Hause. Der Nachmittag ist dann frei und um 18.00 Uhr besuche ich dann den Gottesdienst in der Hauptgemeinde der Hillsong Church auf dem Hills Campus.

Die Hillsong Gemeinde (ein Bild von außen siehe unten. „Hope for humanity“ heißt „Hoffnung für die Menschheit“) selbst ist sehr lebendig und hier ist immer irgendwas los. Ein paar Beispiele: Anfang Februar war „Vision Sunday“; an diesem Sonntag haben die beiden Hauptpastoren und Gründer der Gemeinde, Brian und Bobbie Houston, die Vision für 2012 vorgestellt und in einem Treffen kurz danach noch mal etwas erläutert. Das Jahr 2012 steht unter dem Motto „Welcome Home“ (Willkommen zu Hause) und basiert auf der Bibelstelle Epheser 2,19ff. Kurz gefasst: Jeder soll sich hier wie zu Hause fühlen und in der Gemeinde wie in einer Familie leben wollen / können. Bisher gelingt das auch ganz gut ;-) Die Atmosphäre hier ist sehr freundlich und offen. Und nach nunmehr 2 Monaten hier haben sich auch schon ein paar tiefere Freundschaften entwickelt.

Was gibt es noch aus der Gemeinde zu berichten? Während meiner Zeit gab es bereits zwei Taufgottesdienste. Im ersten haben sich sage und schreibe 405 Leute (!) für die Taufe entschieden. Auf dem Bild seht ihr das Taufbecken und dahinter die Bühne – sehr gut gelöst und echt cool.

Die nächsten zwei Wochenenden stehen ganz unter dem Zeichen der “Colour Conference 2012”. Das ist eine Konferenz speziell für Frauen – und wir Männer tun an allen Ecken und Enden unser Bestes, damit sie eine richtig gute Zeit haben! Die letzten zwei Wochen wurde hier richtig Alarm gemacht, so dass nun jeder motiviert dort rein geht.

In unserem Haus gehen die Dinge nun auch einen normalen Weg. Ein bisschen Organisation und Absprache hilft bei insgesamt 9 Leuten (wir haben einen Dauergast) und die Hausgemeinschaft findet sich. Es haben sich schon echt gute Gespräche ergeben, viele Filmabende und ein Geburtstag (in den nächsten 5 Wochen haben wir insgesamt 4 davon). Auch mit 3, 4 Leuten aus dem College entwickeln sich echt gute Freundschaften, und auch hier geht es international zu: Jan aus Deutschland, Steffan aus Wales (UK), Zander aus Südafrika, Alex aus Amerika… Wir verbringen viel Zeit zusammen und beten oft füreinander.

Was gibt es sonst noch zu berichten? Ein kleiner „Newsticker“:

- Die Australier: Sind sehr offen und freundlich und irgendwie kann man mit jedem ins Gespräch kommen

- Das Wetter: Ist einfach unvorhersehbar: Von den Fluten kriegen wir hier nicht viel mit, aber 2 Wochen lang täglicher Wechsel von sintflutartigen Regenfällen und strahlendem Himmel ist nervig

- Die Klimaanlagen: Sind viel zu kalt eingestellt – Normalfall ist: Draußen 33°C und gefühlte 60% Luftfeuchtigkeit, drinnen 18°C und 20%. Die Erkältung, die ich schon seit längerer Zeit mit mir rumschleppe, geht da nicht wirklich weg…

- Das Internet: Hat bisher noch nicht in unser Haus gefunden. Die erste Gesellschaft, die wir gefragt haben, hat nach 4 Wochen rausgefunden, dass sie unsere Region nicht abdecken

- Die Kakerlaken: Bisher habe ich 21 Kakerlaken getötet (Inoffizieller Name: „Cockroach Kill Count“), davon eine um 3 Uhr nachts (ja, in meinem Bett) und eine mit dem Fuß der Kinderstunde in der Gemeinde. Super widerlich, die Viecher.

Bevor ich schließe, noch ein kleiner Rückblick auf die Gebetsanliegen vom letzten Mal. An dieser Stelle natürlich noch einmal ein großes „Danke!“ für eure Begleitung im Gebet – es tut sich wirklich was. Am College ist davon viel zu sehen!

- Vision: Es wird – In der letzten Zeit ist hier viel geschehen und ich blicke voller Zuversicht in die Zukunft. Aber bitte: Bleibt weiter dran!

- Einlassen: Ist definitiv passiert. Nach einem etwas schwierigen „Schockmoment“ fühl ich mich hier sehr wohl und genieße die Zeit hier.

- Hausgemeinschaft: Definitiv in die Tiefe gewachsen – gute Gemeinschaft und einfach coole Leute!

Wenn ihr mich im Gebet weiterhin unterstützen wollt, dann am liebsten für folgende drei Dinge:

- Vision (siehe oben)

- Gesundheit: Wie gesagt, die Erkältung hält sich hartnäckig. Am Montag war ich beim Arzt und habe nun Medikamente verschrieben bekommen. Betet für Heilung!

- Musik: Hier ist viel los (Unterricht, Straßenmusik, Songwriting). Bitte betet für viele lehrreiche Momente, dass ich an den Herausforderungen wachse und meine Gabe optimal für Gottes Reich einsetze.

Das war‘s auch schon wieder – ich freue mich, von euch zu hören und eure Fragen zu beantworten. Euch allen eine gute Zeit und viel Freude in dem, was ihr gerade tut!

Euer Sven aus Tralien

Donnerstag, 2. Februar 2012

Ankunft in "Down Under"

Liebe Freunde!

Einige Tage sind nun schon ins Land gegangen und viele haben schon nachgefragt, wie es denn „hier unten“ in Down Under so ist – Die Antwort: Großartig! Daher hier nun das erste „offizielle Lebenszeichen“. In den letzten 2 Wochen ist hier schon viel passiert und ich versuche in diesem Blog zwei Sachen: 1. Viel erzählen und 2. mich kurz fassen ;-)

Vorher bedanke ich mich aber ganz herzlich bei euch für eure Gebete (Gebetsanliegen siehe unten), euer Vertrauen und eure Spenden! Ich war sehr überrascht und überwältigt, als ich die Kontoauszüge sah! Danke!

Zuerst zur Reise. Die war vor allem eins: Lang. Von meiner Familie begleitet, ging es nachmittags in Hamburg in Richtung Dubai los (6 h Flug) und von da aus nach Sydney (14 h). Vor allem der zweite Flug war seeehr langwierig: Auch nach 2 Filmen und 5 h Schlaf war der Flughafen Sydney noch nicht „in Sicht“. Nach den üblichen Zoll- und Passkontrollen konnte ich dann endlich wieder meine unbeschädigte (Gott sei Dank) Gitarre in Empfang nehmen. Zusammen mit 2 anderen Collegestudenten wurde ich dann gegen 2 Uhr nachts lokaler Zeit in meinem neuen zu Hause abgesetzt (siehe Bild links). Wundert euch nicht über den Ort: Glenwood ist einer der zahlreichen Vororte von Sydney.





Und ja: Es ist groß. Groß genug für 8 Leute aus den Ländern der Welt: 4 Amerikaner, 2 Schweden, 1 Brite und ich. Alles sehr freundliche und lustige Leute und alle jünger als ich – was ungewohnt ist, da ich im Studium immer einer der Jüngsten war. Bisher sind wir noch in der Teamfindungsphase, aber ich bin sicher, dass es eine gute Zeit mit den Leuten wird. Im Moment teile ich mir ein Zimmer mit Emil aus Schweden. So schön das Haus ist, hat es Manko: Zu Fuß ist es 45 min vom College entfernt – ein Fahrrad war eine der ersten Anschaffungen. Nach einer kleinen Reparatur hat es nun auch Bremsen – die in der Gegend hier auch bitter nötig sind. Nicht umsonst heißt der Bezirk „Hills“…

Die ersten Tage habe ich viel mit Felix und Lilly unternommen, die hier in Australien gerade das „Travel“ vom „Work & Travel“ machen. Zusammen haben wir die australischen Ess- und Trinkgewohnheiten kennen gelernt, ein bisschen was rund um den Haushalt erledigt und die Autoübergabe vorbereitet (Foto siehe rechts). Dieser Toyota Hiace, Baujahr 1978 (!) ist echt schmuck und erfordert vollen Einsatz beim Fahren: Keine Servolenkung, Schaltung hinter dem Lenkrad und zu all dem noch der berühmt-berüchtigte Linksverkehr. Wobei ich mich an letzteren recht schnell gewöhnt habe – und das alles ohne Verletzte ;-)

Gleich am ersten Wochenende ging es dann natürlich zum Gottesdienst in die Hillsong Gemeinde. Und ja, es ist cool :-) Die Gemeinde hat pro Sonntag drei Gottesdienste (9, 11 und 18 Uhr) und ist echt riesig. In das „Main Auditorium“ passen ca. 2500 (?) Leute (Foto siehe unten). Der ganze Gottesdienst ist sehr professionell aufgezogen: Fancy Musik, klare Predigt, das Ganze von Kameras und Videopräsentationen begleitet – da fehlt nix :-) Und es ist schon komisch, die ganzen Leute, die man sonst nur von den DVDs kennt, hier beim Kaffeetrinken um die Ecke zu sehen…

Montag und Dienstag (24.+25.1.) waren die ersten Tage, bei denen es um das Hillsong College ging (für das ich ja hergekommen bin): Montag war Orientierungstag (Wer ist wer? Wo findet man was? Was braucht man unbedingt?) und seit Dienstag Abend bin ich offiziell Student (mal wieder…) am Hillsong College – das Foto vom Studentenausweis erspare ich euch an dieser Stelle ;-) Ein weiteres Highlight dieser Tage waren die „Auditions“: Vorspiele, in denen unsere musikalischen Fähigkeiten getestet wurden, damit der Unterricht nachher dort ansetzt, wo wir sind. Für alle Kenner: Mein Vorspielstück war „In Loving Memory“ von Alter Bridge – sehr cool. Nach meinem ersten Eindruck verlief es ganz gut; Feedback gab es bisher leider nicht. Wo wir gerade beim College sind, hier ein paar weitere Infos: In meinem Jahrgang sind ca. 300 Leute eingeschrieben. 300 weitere studieren an einem anderen Campus in Sydney City. Die Besetzung unseres Hauses zeigt: Hier geht es sehr international zu. Die meisten Leute kommen aus den USA, den zweiten Löwenanteil machen die Europäer aus (davon ziemlich viele aus Norwegen und Schweden). Ansonsten kommen noch Leute aus Südafrika, den Philippinen, Vietnam, Brasilien, …

Jeder Student hat neben den Bibelinhalten (die ca. 75% des Schulalltags ausmachen) noch eine Spezialisierung, die die restlichen 25% ausmacht. Ich habe, wie die meisten anderen auch, die Spezialisierung „Worship Music“ gewählt, zu deutsch: Anbetungsmusik. Klingt etwas altbacken, aber wenn ihr mal auf einem Hillsong-Konzert wart, dann wisst ihr es besser ;-) Ich schätze, ungefähr die Hälfte der Leute ist in dieser Spezialisierung eingeschrieben. Die zweite große Gruppe ist „Pastoral Leadership“ – dort dreht sich alles um „klassische“ pastorale Gemeindetätigkeiten, also Gemeindebau, Seelsorge, etc. Neben diesen beiden gibt es noch Tanz, Veranstaltungstechnik und TV+Medien.


Neben allen diesen „harten Fakten“ rund ums College gab es natürlich auch Freizeit: Jeden Tag neue Leute kennen lernen bzw. bekannte Gesichter noch besser kennen lernen. Die meisten kommen mit großen Erwartungen, haben zum Teil Beruf und Karriere hinter sich gelassen, um hier her zu kommen. Ich vertraue darauf, dass es sich lohnt und das Gott hier große Dinge tun wird. Zwei Sätze, die man hier öfter hört, sind: “This year is gonna be life-changing“ und “You’re going to be here for one year? We’ll talk about that in one year…”. Dienstag hat der Unterricht angefangen und die Wahrheit der beiden Sätze hat sich definitiv bestätigt – Hier passieren so viele „Augenöffner“-Momente! Dazu aber im nächsten Post mehr.

Mittwoch bis Freitag (26.-28.) war ich auf einer Freizeit für junge Erwachsene – wieder mit viel Musik und guten Predigten. Bei dem schönen Wetter hier durften die ersten Strand­besuchen am Bondi Beach in Sydney (Foto siehe rechts) aber nicht fehlen. Selbst nach 2 Stunden bei bewölktem Himmel hatte ich Sonnenbrand. Für alle Surfer unter euch: Es scheint das Paradies zu sein – hier gibt es sehr viele Brettbesitzer ;-)

Hier nun meine Gebetsanliegen: 1. Das Gott mir eine Vision für mein Leben gibt. 2. Das ich mich voll auf Gottes Wirken einlassen kann – gerade, wenn alles neu ist und 3. Ein gutes Zusammenwachsen der Hausgemeinschaft.

Das war’s für’s erste. Der nächste Post wird höchstens einen Monat auf sich warten lassen. Danke für eure Gebete und euer Vertrauen in das, was ich hier tue!

Euer Sven aus Tralien