Liebe Freunde! Einige Tage sind nun schon ins Land gegangen und viele haben schon nachgefragt, wie es denn „hier unten“ in Down Under so ist – Die Antwort: Großartig! Daher hier nun das erste „offizielle Lebenszeichen“. In den letzten 2 Wochen ist hier schon viel passiert und ich versuche in diesem Blog zwei Sachen: 1. Viel erzählen und 2. mich kurz fassen ;-)
Vorher bedanke ich mich aber ganz herzlich bei euch für eure Gebete (Gebetsanliegen siehe unten), euer Vertrauen und eure Spenden! Ich war sehr überrascht und überwältigt, als ich die Kontoauszüge sah! Danke!
Zuerst zur Reise. Die war vor allem eins: Lang. Von meiner Familie begleitet, ging es nachmittags in Hamburg in Richtung Dubai los (6 h Flug) und von da aus nach Sydney (14 h). Vor allem der zweite Flug war seeehr langwierig: Auch nach 2 Filmen und 5 h Schlaf war der Flughafen Sydney noch nicht „in Sicht“. Nach den üblichen Zoll- und Passkontrollen konnte ich dann endlich wieder meine unbeschädigte (Gott sei Dank) Gitarre in Empfang nehmen. Zusammen mit 2 anderen Collegestudenten wurde ich dann gegen 2 Uhr nachts lokaler Zeit in meinem neuen zu Hause abgesetzt (siehe Bild links). Wundert euch nicht über den Ort: Glenwood ist einer der zahlreichen Vororte von Sydney.
Und ja: Es ist groß. Groß genug für 8 Leute aus den Ländern der Welt: 4 Amerikaner, 2 Schweden, 1 Brite und ich. Alles sehr freundliche und lustige Leute und alle jünger als ich – was ungewohnt ist, da ich im Studium immer einer der Jüngsten war. Bisher sind wir noch in der Teamfindungsphase, aber ich bin sicher, dass es eine gute Zeit mit den Leuten wird. Im Moment teile ich mir ein Zimmer mit Emil aus Schweden. So schön das Haus ist, hat es Manko: Zu Fuß ist es 45 min vom College entfernt – ein Fahrrad war eine der ersten Anschaffungen. Nach einer kleinen Reparatur hat es nun auch Bremsen – die in der Gegend hier auch bitter nötig sind. Nicht umsonst heißt der Bezirk „Hills“…
Die ersten Tage habe ich viel mit Felix und Lilly unternommen, die hier in Australien gerade das „Travel“ vom „Work & Travel“ machen. Zusammen haben wir die australischen Ess- und Trinkgewohnheiten kennen gelernt, ein bisschen was rund um den Haushalt erledigt und die Autoübergabe vorbereitet (Foto siehe rechts). Dieser Toyota Hiace, Baujahr 1978 (!) ist echt schmuck und erfordert vollen Einsatz beim Fahren: Keine Servolenkung, Schaltung hinter dem Lenkrad und zu all dem noch der berühmt-berüchtigte Linksverkehr. Wobei ich mich an letzteren recht schnell gewöhnt habe – und das alles ohne Verletzte ;-)
Gleich am ersten Wochenende ging es dann natürlich zum Gottesdienst in die Hillsong Gemeinde. Und ja, es ist cool :-) Die Gemeinde hat pro Sonntag drei Gottesdienste (9, 11 und 18 Uhr) und ist echt riesig. In das „Main Auditorium“ passen ca. 2500 (?) Leute (Foto siehe unten). Der ganze Gottesdienst ist sehr professionell aufgezogen: Fancy Musik, klare Predigt, das Ganze von Kameras und Videopräsentationen begleitet – da fehlt nix :-) Und es ist schon komisch, die ganzen Leute, die man sonst nur von den DVDs kennt, hier beim Kaffeetrinken um die Ecke zu sehen…
Montag und Dienstag (24.+25.1.) waren die ersten Tage, bei denen es um das Hillsong College ging (für das ich ja hergekommen bin): Montag war Orientierungstag (Wer ist wer? Wo findet man was? Was braucht man unbedingt?) und seit Dienstag Abend bin ich offiziell Student (mal wieder…) am Hillsong College – das Foto vom Studentenausweis erspare ich euch an dieser Stelle ;-) Ein weiteres Highlight dieser Tage waren die „Auditions“: Vorspiele, in denen unsere musikalischen Fähigkeiten getestet wurden, damit der Unterricht nachher dort ansetzt, wo wir sind. Für alle Kenner: Mein Vorspielstück war „In Loving Memory“ von Alter Bridge – sehr cool. Nach meinem ersten Eindruck verlief es ganz gut; Feedback gab es bisher leider nicht. Wo wir gerade beim College sind, hier ein paar weitere Infos: In meinem Jahrgang sind ca. 300 Leute eingeschrieben. 300 weitere studieren an einem anderen Campus in Sydney City. Die Besetzung unseres Hauses zeigt: Hier geht es sehr international zu. Die meisten Leute kommen aus den USA, den zweiten Löwenanteil machen die Europäer aus (davon ziemlich viele aus Norwegen und Schweden). Ansonsten kommen noch Leute aus Südafrika, den Philippinen, Vietnam, Brasilien, …
Jeder Student hat neben den Bibelinhalten (die ca. 75% des Schulalltags ausmachen) noch eine Spezialisierung, die die restlichen 25% ausmacht. Ich habe, wie die meisten anderen auch, die Spezialisierung „Worship Music“ gewählt, zu deutsch: Anbetungsmusik. Klingt etwas altbacken, aber wenn ihr mal auf einem Hillsong-Konzert wart, dann wisst ihr es besser ;-) Ich schätze, ungefähr die Hälfte der Leute ist in dieser Spezialisierung eingeschrieben. Die zweite große Gruppe ist „Pastoral Leadership“ – dort dreht sich alles um „klassische“ pastorale Gemeindetätigkeiten, also Gemeindebau, Seelsorge, etc. Neben diesen beiden gibt es noch Tanz, Veranstaltungstechnik und TV+Medien.
Neben allen diesen „harten Fakten“ rund ums College gab es natürlich auch Freizeit: Jeden Tag neue Leute kennen lernen bzw. bekannte Gesichter noch besser kennen lernen. Die meisten kommen mit großen Erwartungen, haben zum Teil Beruf und Karriere hinter sich gelassen, um hier her zu kommen. Ich vertraue darauf, dass es sich lohnt und das Gott hier große Dinge tun wird. Zwei Sätze, die man hier öfter hört, sind: “This year is gonna be life-changing“ und “You’re going to be here for one year? We’ll talk about that in one year…”. Dienstag hat der Unterricht angefangen und die Wahrheit der beiden Sätze hat sich definitiv bestätigt – Hier passieren so viele „Augenöffner“-Momente! Dazu aber im nächsten Post mehr.
Mittwoch bis Freitag (26.-28.) war ich auf einer Freizeit für junge Erwachsene – wieder mit viel Musik und guten Predigten. Bei dem schönen Wetter hier durften die ersten Strandbesuchen am Bondi Beach in Sydney (Foto siehe rechts) aber nicht fehlen. Selbst nach 2 Stunden bei bewölktem Himmel hatte ich Sonnenbrand. Für alle Surfer unter euch: Es scheint das Paradies zu sein – hier gibt es sehr viele Brettbesitzer ;-)
Hier nun meine Gebetsanliegen: 1. Das Gott mir eine Vision für mein Leben gibt. 2. Das ich mich voll auf Gottes Wirken einlassen kann – gerade, wenn alles neu ist und 3. Ein gutes Zusammenwachsen der Hausgemeinschaft.
Das war’s für’s erste. Der nächste Post wird höchstens einen Monat auf sich warten lassen. Danke für eure Gebete und euer Vertrauen in das, was ich hier tue!
Euer Sven aus Tralien
3 Kommentare:
Lieber Sven,
schön zu hören, dass es dir ganz "großartig" geht. Es ist spannend zu lesen, was du so treibst. Freunde dich mit den Norwegern an ^^. God bless!
Hallo Sven,
das klingt ja spannend, was du "dort unten" für Erfahrungen machst. Es freut mich, dass du uns mit deinen Berichten bzw. Posts daran teilhaben lässt.
Lass es dir gut gehen, ich freue mich über Neuigkeiten von dir.
Beste Grüße, der JAN aus dem viel zu kalten Berlin.
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