Liebe Freunde,
nach einer Weile hier die neuesten Infos aus Tralien. Ich
hoffe, dass trotz des (so hab ich mir sagen lassen) nicht so dollen Wetters
euren Sommer genießt! Zuerst natürlich wieder vielen Dank für eure
Unterstützung, sei es betender Weise oder durch eure Spenden – beides hilft auf
jeden Fall, was ich in den letzten Wochen wieder gemerkt habe. Vielen Dank!
Wie im letzten Beitrag groß angekündigt, fand vor 3 Wochen
die Hillsong Conference statt. Die
Erwartungen wurden gerade in den Gottesdiensten direkt davor noch mal so
richtig angeschürt – und das völlig zurecht: Es war einfach groß. Ca. 20000
Teilnehmer, 4000 Freiwillige, 5 Tage in der größten Indoor-Arena Sydneys. Dazu
das „Who is Who“ der christlichen Musikszene: Chris Tomlin, Matt Redman, Israel
Houghton, Darlene Zschech und das Hillsong Team. Und ein Haufen richtig gute
und weltbekannte Prediger: Joyce Meyer, Chris Caine, Brian und Bobbie Houston
und noch ganz viele andere. Auf dem Bild seht ihr Zander (Südafrika) und mich
vor dem Panorama der Arena.
Jeden Tag gab es 3 große Gottesdienste (morgens, mittags,
abends) und nachmittags eine breite Auswahl an Workshops und Seminaren. Ein
paar der Gottesdienste konnte ich live miterleben, aufgrund meiner Rolle als
einer der 4000 Freiwilligen aber auch nicht alles. Ich habe im „Resource Center“ mitgeholfen, also
beim Verkauf der Medien, vor allem DVDs und CDs. Der Job hat sehr viel Spaß
gemacht, weil wir dort direkt mit den Teilnehmer zu tun hatten. Gerade in den
Zeiten zwischen den Gottesdiensten gab es mehr als einmal Gelegenheit, mit den
Leuten ins Gespräch zu kommen und zu fragen, wieso sie zur Konferenz gekommen
sind. Die Antworten waren unterschiedlich, aber so gut wie alle sind mit großen
Erwartungen für sich und ihre Gemeinde hineingegangen (und wurden sicher nicht
enttäuscht).
Es war einfach richtig cool, so viele Leute, Pastoren,
Jugendleiter, etc. auf einem Haufen zu sehen und einen Teil dazu beigetragen zu
haben! Die Tage waren zwar schon recht lang (Busse fuhren um 6.30 hin und um
22.30 zurück), aber dank guter Vorbereitung und Vorwarnungen erfahrener
Konferenzgänger war es alles noch im Rahmen. Offiziell beendet wurde die
Konferenz am Sonntag (8.7.) mit einem Abschlussgottesdienst.
Nach all diesem Trubel ging es direkt danach in zwei Wochen
wohlverdiente Pause und in den
Übergang zum zweiten Semester. Gleich zu Beginn der Ferien sind 2 meiner
Hausgenossen für ein paar Wochen nach Hause geflogen (nach USA bzw. UK). Dazu
sind insgesamt 3 umgezogen, so dass das Haus mit einem Schlag erschreckend leer
war (von 9 Leuten auf 4 in nur 2 Tagen). Wirklich schade war, dass mein
Zimmergenosse Emil (aus Schweden) auch umgezogen ist. Es war schon ein
trauriger Abschied, denn gerade das letzte halbe Jahr war sehr aufregend und da
wächst man halt zusammen… So hatte ich ein leeres Zimmer *schluchz* (siehe
Foto)
Dieser Zustand hielt zum Glück nicht lange an, denn mit dem
neuen Semester kamen (und kommen immer noch) insgesamt 160 neue Studenten an,
darunter auch drei neue Hausgenossen
für unser Anwesen. Mein Zimmergenosse ist Michael (Irland), die anderen sind
Christian (USA) und Florian (Österreich), so dass wir jetzt 4 Amerikaner, 2
Deutsche, 2 Briten und einen Österreicher in unserem Haus haben. Gleich in den
ersten Tagen haben wir ein paar Sachen zusammen gemacht und so hoffentlich den
Einstieg ins australische Leben ein wenig erleichtert. Ansonsten habe ich viel
entspannende Dinge mit meinen Freunden unternommen und einfach ein wenig die
Ruhe genossen ;-) Ein weiteres Highlight war ein Tagestrip in die Blue Mountains, einen nahe gelegenen
Nationalpark. Nach ca. 1,5 Stunden Fahrt mit den Öffentlichen war ich der
„Hillsong Bubble“ entkommen und mitten in herrlicher australischer Natur. Die
Blue Mountains haben ihren Namen von den Abermillionen Eukalyptusbäumen, deren
ätherische Öle im Sommer wohl einen blauen Schimmer über dem Tal entstehen
lassen. Mit ein bisschen Fantasie konnte ich das auch schon sehen. An dieser
Stelle nur ein paar Fotos, ansonsten gab es noch viele Wasserfälle,
ungesicherte Felsabhänge mit 200 m Abgrund dahinter, Spinnen, Flüsse, geniale
Ausblicke und vieles mehr. Es war definitiv nicht das letzte Mal ;-) Beim Video
habe ich einen äußerst geistreichen Text drüber gesprochen – erschreckt euch
nicht ;-)
In der zweiten Woche der Ferien habe ich meinen Job angefangen – ich mache jetzt
Telefonverkauf für ein kleines Unternehmen (14 Mitarbeiter), das
Laborausrüstung verkauft und Kalibrationsdienstleistungen anbietet. Am Montag
(16.7.) hatte ich meinen ersten Arbeitstag und mein Plan ist, dort 15 Stunden
die Woche zu arbeiten. Die ersten Tage haben viel Spaß gemacht und es macht
Spaß, diese neue Herausforderung in Angriff zu nehmen! Und so lerne ich auch
wieder mehr Leute außerhalb der Gemeinde kennen.
Ansonsten bin ich sehr dankbar, hier jetzt ins zweite Semester zu starten – nach dem
aufregenden ersten halben Jahr sind jetzt die Abläufe schon etwas gewohnter, so
dass ich hoffentlich mehr in Tiefe gehen kann, was Freundschaften und das
Collegeleben angeht. Die ersten zwei Wochen waren auf jeden Fall sehr
vielversprechend: Viele extrem gute Vorlesungen, mehr Verantwortung und wieder
in den Probe-Rhythmus reinkommen.
Wie schon erwähnt, danke ich euch besonders für eure Gebete
– gerade, was die Themen „Vision“ und „Ziele“ angeht, merke ich, wie es voran
geht. Bitte betet weiterhin für Gottes Führung und Weisheit für die nächsten
Schritte.
So weit wieder von mir – vielen Dank fürs Lesen und einen
guten Sommer euch allen!
Euer Sven aus Tralien
1 Kommentar:
Hi Sven,
Hast ja spannende Wochen hinter dir. Päivi und ich lesen immer mit Interesse deine neusten Abenteuer. Wir freuen uns dass die Vision für deine Zukunft und Berufung klarer wird.
Ganz liebe Grüße aus Nordfinnland von
Hansi&Päivi
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