Freitag, 4. Mai 2012

Es kehrt wieder Ruhe ein...

Liebe Freunde!

Nach einer Weile hier nun wieder top-aktuelle News aus „Down Under“! Die letzten 6-7 Wochen war wieder viel los – daher gibt’s diesmal extra viele Bilder. Zuerst einmal vielen Dank für eure Unterstützung, sei es im Gebet oder durch Spenden! Vielen Dank! Und nun geht’s los…

Direkt nach dem letzten Eintrag Mitte März ging es richtig los mit der Colour Conference 2012, einer großen Konferenz von Frauen für Frauen, geleitet von Senior Pastorin Bobbie Houston. Das ganze fand an zwei hintereinander folgenden Wochenenden statt. Die erste Konferenz (Colour I) fand im Herzen von Sydney statt, im Sydney Entertainment Center. Und so waren alle weiblichen Wesen für ein Wochenende aus der Gemeinde verschwunden. Wir Männer aus dem ersten College-Semester wurden eingespannt, zu Hause (also in der Gemeinde selbst) aufzuräumen – im Foto seht ihr alle diese fleißigen Helfer J Trotz harter Arbeit (Unkraut jäten = Dschungel bekämpfen bei 30°C) sehr spaßig und es hat viel zum Teambuilding unter uns Männern beigetragen.

Nach ein, zwei Tagen Pause war damit für den zweiten Durchgang (Colour II) also alles vorbereitet – denn dieser fand auf dem Hauptgelände der Hillsong Church statt. Als fleißiger Helfer habe ich diesmal im „Refresh“-Team geholfen, sprich: Im Saubermach-Team. Jetzt kenne ich alle Mülleimer und Besenkammern der Hillsong Church. Im Foto seht ihr das glorreiche Refresh-Team. Von links nach rechts: Kevin (Schweiz), Zach (USA), Ich (D), Jan (D), Alex (USA). Jan und Alex sind mittlerweile gute Freunde und unter Woche verbringen wir viel Zeit zusammen.
Nach diesem Konferenz-Marathon hatten wir drei Tage frei – sehr erholsam. Einen der Tage habe ich zusammen mit meinem Hausgenossen Steffan (aus Wales) genutzt, Sydney zu erkunden. Nach einer Stunde Bus- und Bahnfahrt haben wir das Nationalmuseum erkundet und sind durch die Stadt gewandert. Bei einem Trip dieser Art dürfen natürlich die Fotos nicht fehlen, die man von einem Städtetrip nach Sydney erwartet. Hier ist eins davon:



Nach dieser kleinen Verschnaufpause und einem normalen Wochenende war dann auch schon Ostern. Und das war groß. Der Karfreitagsgottesdienst war sehr feierlich und ruhig mit Musik vom Hillsong Team und Michael W. Smith (!). Der Sonntag hingegen war einer der größten Gottesdienste, bei denen ich war – Hier ein paar Stichworte:
- 10 000 Leute in einem voll besetztes Sydney Entertainment Center (eine große Halle in Central Sydney)
- 20-minütige Musik- und Videopräsentation
- 180-Mann Chor (da habe ich mitgesungen)
- Predigt von Evangelist Reinhard Bonnke. Dieser Mensch hat Evangelisationsveranstaltungen in Afrika mit 7-stelligen (!!) Besucher- und Bekehrerzahlen. Im Foto ein kleiner Eindruck von der Veranstaltung...


Nach dem Osterwochenende gab es dann nochmal eine 3-tägige Verschnaufpause, die Steffan und ich wieder für einen Trip nach Sydney genutzt haben. Diesmal haben wir uns die Gegend rund um Darling Harbour vorgenommen, einem sehr schmucken Hafen im Herzen Sydneys. Dazu wieder ein Museum – sehr entspannt. Auf dem Foto seht ihr mich vor der Skyline im Darling Harbour.


Und nach all diesen Konferenzen und Osterveranstaltungen ging es dann wieder in den ganz normalen Alltag – was ich sehr erholsam finde J Musikalisch und geistlich gibt es nach wie vor sehr viel Input und mittlerweile auch Möglichkeiten, selbst mal wieder in der Musik tätig zu werden. So zum Beispiel in der Band, in die wir am Anfang des Semesters gesteckt wurden. Nach dem ersten Konzert mit vorwiegend säkularen Coversongs (hauptsächlich also Musik aus den Charts), geht es jetzt daran, die Musik von Hillsong selbst mit einer Band zu spielen. Konkret läuft das so ab: Wir bekommen eine Liste von 18 Songs, die wir auswendig lernen und bei jeder wöchentlichen Probe werden aus diesen 18 Songs 4 oder 5 ausgewählt, die wir dann nach 30 Minuten Probe dann am Stück vor Publikum spielen. Ist auf jeden Fall eine Herausforderung – hinzukommt, dass die Zusammensetzung der Band jedes Mal anders ist und die Songs manchmal noch in anderen Tonarten  gespielt werden. Ist sehr lehrreich :-)

Auf der musikalischen Seite kommt außerdem noch Songwriting dazu. Ich hab mich in eine freiwillige Klasse eingetragen, wo wir alle 2 Wochen einen von uns geschriebenen Song vorstellen, d.h. alle 2 Wochen ein neuer Song aus eigener Feder. Im Moment schreibe ich überwiegend in Englisch – aber deutsche Sachen kommen auch :-)

Und darüber hinaus gibt es tatsächlich noch mehr Möglichkeiten, musikalisch dazuzulernen. Bei den wöchentlichen Musikteamtreffen (Donnerstag) waren die letzten 2, 3 Male Leute dabei, die auf einer Vielzahl der Alben mitgespielt haben, die Hillsong in den letzten Jahren veröffentlicht hat. Von solchen Menschen über Musik als Dienst für Gott zu hören, ist sehr inspirierend, manchmal aber auch seeehr herausfordernd…

Abseits der Musik ging es in der letzten viel um das aktive Gestalten des eigenen (geistlichen) Lebens. Das große Stichwort dazu ist „Disziplin“ – vor allem in Sachen Zeitgestaltung (Stille Zeit, Üben, etc.) und Finanzen. Darüber hinaus ist es sehr förderlich, in einer Umgebung zu sein, in der es viel um Vision für das Reich Gottes geht – sicherlich auch Ergebnis eurer Gebete. Vielen Dank!

Nach wie vor bin ich zusammen mit einem Team von ca. 10 Leuten jeden Samstag in sozial schwachen Gebieten der Stadt, um dort mit Leuten ins Gespräch zu kommen und in irgendeiner Art und Weise zu helfen (das Ganze heißt „Street Teams“). Eine ernste Seite ist, dass wir Leuten eine echte seelische Stütze in schweren Zeiten können, wenn sie niemanden anderen haben, um zu reden. Eine lustige Seite ist das Rasenmähen (eher „Dschungel jäten“), wo man auch mal einen etwas tieferen Einblick in die australische Fauna gewinnt (siehe Bild) – mein Finger war direkt neben diesem possierlichen Tierchen.

Neben dem Rasenmähen ist auch Fußball eine gute Möglichkeit, sich fitzuhalten. Zusammen mit ein paar anderen Leuten aus dem Semester haben wir schon 2, 3 Mal das runde Leder gekickt. Noch dazu habe ich wieder das Joggen aufgenommen :-)

So langsam kommt dieser Eintrag nun auch zu seinem Ende. Wie man meinen Zeilen hoffentlich entnehmen kann, fühle ich mich hier sehr wohl und bereue es kein Stück, hergekommen zu sein. Die Anfangsaufregung hat sich mittlerweile gelegt und ich genieße die Zeit sehr. Wenn ihr für mich betet, dann bitte auf jeden Fall für Weisheit, was die nächsten Schritte in Deutschland angeht. Danke.


Und das war’s nun auch schon wieder – vielen Dank fürs Lesen, Nachfragen und Unterstützen! Ich freue mich, auch von euch zu hören und wünsche euch eine gute Zeit und viel Erfolg für das, was ihr gerade angeht und vor euch liegt!

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